Klimateufel Online-Shop?
Du kaufst gerne online ein und willst trotzdem nachhaltig handeln? Das ist gar nicht so einfach. Wir listen die wichtigsten Tipps, wie sich Onlineshopping und Klimaschutz besser miteinander vereinbaren lassen.
Auch wenn Corona gerade die Medien dominiert, wollen wir das Klima nicht außer Acht lassen. Weit weniger Aufmerksamkeit gab es im vergangenen Jahr für folgende Meldung: In den USA liefert Amazon Prime neuerdings auch Artikel mit einem Preis unter einem Dollar aus – ohne Versandkosten. Man fragt sich, ob damit die Milliarden-Spende nicht mehr als obsolet wird.
Nachhaltig verkaufen sieht anders aus!
Denn jede einzelne Bestellung verbraucht Ressourcen: Von der Logistik über die Verpackung bis hin zum Transport. Ganz abgesehen von den Retouren, die in Webshops ankommen – in manchen Segmenten bis zu 30 Prozent und mehr. So stecken auch die Verbraucher in einem Dilemma:
Mit Fridays for Future laufen oder sympathisieren, und gleichzeitig online shoppen oder jede Serie bei Netflix & Co. streamen - das verträgt sich nicht wirklich. Oder?
“Grüne” Onlineshops – wie geht das?
Immer mehr Webshops deklarieren sich selbst als möglichst nachhaltig. Gerade für kleinere Shops wie wir es sind ist das natürlich eine gute Möglichkeit, aus der Masse herauszustechen, wobei es auch ein ganz klares persönliches Interesse von uns ist. Diese Grundeinstellung und der Fokus auf Regionalität und Nachhaltigkeit ist zwingend notwendig! Für uns, für die Umwelt und um gegen Amazon, Zalando etc. konkurrieren zu können.

Folgende Kriterien setzen wir uns selbst:
  • Nachhaltige Produkte: Das beste Argument ist natürlich, wenn wir Waren vertreiben, die an sich schon ökologisch, nachhaltig und/oder fair gehandelt sind. 

  • CO2-Emissionen ausgleichen: Sogar Größen wie Zalando bieten mittlerweile eine optionale Zusatzgebühr je Bestellung an, welche die entstehenden Co²-Emissionen ausgleichen sollen. Aktuell sind es dort 25 Cent. Wir gehen einen Schritt weiter und pflanzen ganz automatisch für jedes gekaufte Produkt einen Baum.

  • Grüner Versand: Dienstleister wie etwa DHL bieten im Tarif GoGreen gegen eine kleine Zusatzgebühr Versandlösungen an, die das ausgestoßene Co² kompensieren

  • Versandkosten: Wir verlangen nur Versandkosten, die dem tatsächlichen Ressourcenaufwand entsprechen. Freie Versandkosten erst ab einer höheren Bestellsumme ist ein weiterer Mechanismus, damit Verbraucher ihre Einkäufe bei uns möglichst gesammelt vornehmen, was wiederum klimafreundlicher ist.

  • Verpackungsmaterial: Wir achten nicht nur bei den Produkten selbst auf grüne Rohstoffe und kurze Lieferketten. Ein Riesen-Karton mit einer Unmenge an Füllmaterial aus Plastik für ein überschaubares Produkt? Damit können Amazon & Co. ihre Kunden verärgern. 
    Wir machen dort nicht mit! Unsere Kartonage ist aus Recyceltem Papier und Zellstoff auf Wiesenbasis (Gras). Wir verwenden auch Kartons und Füllmaterial soweit möglich noch einmal, denn die gleiche Verpackung zwei Mal benutzt spart eine andere komplett ein.

  • Sinnvoller Umgang mit Retouren: Selbst die Politik versucht mittlerweile, der Verschwendung bei Retouren vorzugreifen. Rückläufer verkaufen wir als B-Ware im Shop oder spenden sie für einen guten Zweck.
     
  • Lieferketten: Wir wählen Lieferanten, Zulieferer, Labels, Partner und Marken danach aus, ob sich ihre Philosophie nachhaltig mit unserer eigenen deckt. Das wollen wir auch immer wieder überprüfen und für unsere Kunden transparent machen.
Nachhaltigkeit ist jedoch nur gegeben wenn du auch hinter den Kulissen achtsam agierst. So wie wir bei Green-Mates.de. Wir setzen nach und nach eine Unternehmensphilosophie um, die in allen Bereichen auf Nachhaltigkeit setzt. Darunter fallen unter anderem folgende Punkte:
  • Ziele, bei denen nicht die Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, sondern der Nutzen für unsere Kunden und die Gesellschaft.
  • Umweltbewusste Produkte und Materialien für unser Büro, nachhaltige Lebensmittel zur Versorgung der MitarbeiterInnen.
Wir arbeiten fortlaufend weiter daran, unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden. Und hoffen, dass die genannten Modelle zahlreiche Nachahmer finden!

 

Möglichkeiten für VerbraucherInnen

Als Verbraucher bzw. Verbraucherin hast du eine große Macht. Das ist den meisten nur selten bewusst. Du kannst etwa – wo immer möglich – Ladenlokale vor Ort supporten. Bestelle Bücher und ähnliche Waren zur Buchhandlung um die Ecke, sofern es in deinem Ort überhaupt noch eine solche gibt. Das stärkt die lokale Wirtschaft, unterstützt kleine Händler sowie Arbeitsplätze und spart Ressourcen im Versand. Gleichzeitig sorgt dein achtsames Handeln dafür, dass Kommunen und Innenstädte nicht noch weiter verwaisen.
Wenn du in die Innenstädte fährst, dann stärke kleine Labels und Boutiquen. Idealerweise solche, die ihre Lieferanten ganz bewusst nach transparenten Kriterien auswählen. Du bekommst deine Lieblingsprodukte nur online? Oder du willst dich nicht jedes Mal in dein Auto setzen? Auch im Netz hast du die Wahl:
  • Bestelle direkt beim Onlineshop: Und nicht bei seinem Marketplace-Account von Amazon oder ähnlichen Marktplätzen. Das kostet oft nur wenige Sekunden Recherche bei Google. Die wegfallenden Provisionen setzen wir sinnvoll ein und andere Shops hoffentlich auch. Zudem tust du damit etwas für das Ladenlokal, wenn es parallel zum Webshop geführt wird.

  • Dinge, die du nicht sofort benötigst: Merke sie dir auf Listen. Dann kannst du sie auf einmal gesammelt verschicken lassen. Oder bestelle gleich höhere Stückzahlen, für deine Vorräte. Auch mit Freunden zusammen lässt sich eine größere Menge bestellen. Sammelbestellungen sparen sehr viel Co² ein.
  • Nachhaltige Aspekte: Berücksichtige beim Onlineshopping all jene Punkte, die wir weiter oben für Händler genannt haben. Also grünen Versand, CO²-Ausgleich, Versandkosten, Verpackungsmateriel etc.

  • Verzicht auf CO2-Schleudern: Nicht nur der SUV dient als Symbol für Klimasünden. Ware, die etwa durchgängig gekühlt werden muss, holst du dir besser im Supermarkt vor Ort. Deshalb bieten wir bei Green-Mates.de auch keine frischen/schnell verderblichen Lebensmittel an.

  • Öko-Label: Welche nachweisbaren nachhaltigen Kriterien erfüllt ein Produkt? Und wie stark werden diese kontrolliert? Sei vorsichtig bei Labels und Angaben, über die sich nur wenig herausfinden lässt. Wir versuchen möglichst viele Informationen bei uns im Shop zu platzieren, stehen aber auch für weitergehende Fragen immer zur Verfügung.
Achte zudem auf Transparenz. Je mehr ein Hersteller über seine Produkte verrät, umso besser. Welche Inhaltsstoffe sind enthalten? Woher stamme diese? Wie ist die Lieferkette aufgebaut? Wer im Unternehmen überprüft wie oft die Einhaltung der Kriterien? Shops wie wir berichten regelmäßig darüber, wie sie im engen Austausch zu ihren Lieferanten stehen.
An dieser Stelle würden wir zum Abschluss gerne noch ein Bild von Quarks verlinken:
Liebe Grüße und bis zum nächsten Blog
eure Green Mates 
Bild Quelle: https://www.facebook.com/quarks.de/photos/online-shopping-wird-oft-als-klimasünder-verteufelt-bei-vielen-produkten-aber-ka/10161126027400564/

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